Die UN ermitteln jährlich das Maß des menschlichen
Wohlergehens. 2012 lebten die Norweger am besten, am schlechtesten geht
es der Bevölkerung im Niger. Deutschland klettert von Platz neun auf
fünf.
In Norwegen
leben die Menschen laut einer UN-Untersuchung am besten. Der ölreiche
skandinavische Wohlfahrtsstaat belegt für 2012 den ersten Platz des
Indexes der menschlichen Entwicklung, wie das UN-Entwicklungsprogramm
(UNDP) in Genf mitteilte.
Australien liegt auf dem zweiten Rang, dahinter folgen die USA, die Niederlande und Deutschland auf dem fünften Rang. 2011 lag Deutschland nur auf Platz neun.
Frankreich
belegt den 20. Platz. Insgesamt wurden 187 Länder und Territorien
bewertet. Laut UNDP ist der Index ein zusammengesetztes "Maß für das
menschliche Wohlergehen". Kriterien sind die Lebenserwartung, die
Alphabetisierung, die Einschulungsquote und das Bruttoinlandsprodukt pro
Kopf.
Die
Schlusslichter sind zehn Länder in Afrika südlich der Sahara. Burundi
kam auf Rang 178, vor Guinea, der Zentralafrikanischen Republik,
Eritrea, Mali, Burkina Faso, Tschad, und Mosambik. Den letzten Platz
teilen sich die Demokratische Republik Kongo und Niger.
Die Menschen in
den Staaten am unteren Ende der Tabelle litten unter großer Armut und
extrem schlechten Bildungschancen, erläuterten die UNDP-Experten. Zudem
seien Krankheiten wie Malaria und Aids weit verbreitet. In vielen dieser
Länder würden diese Probleme durch bewaffneter Konflikte verschärft.
Weiter
untersuchten die UNDP-Experten den Aufstieg der Länder des Südens. Als
Paradebeispiele für eine rasante Entwicklung führen die Autoren China
und Indien auf. In den beiden bevölkerungsreichsten Ländern der Welt
hätten sich Millionen Menschen aus der Armut befreien können. China und
Indien spielten auch eine neue, einflussreiche politische Rolle in der
Welt.
Neben den beiden
asiatischen Schwergewichten hätten sich Länder wie Brasilien,
Indonesien, Mexiko, Südafrika, Thailand, die Türkei und mehr als 40
andere Entwicklungsländer zu wichtigen Akteuren auf der Weltbühne
gewandelt.
Das
Bundesentwicklungsministerium hob die zentrale Rolle der aufstrebenden
Schwellenländer hervor, in denen große Umbrüche stattfänden. "Auf der
einen Seite verfügen sie über dynamische Volkswirtschaften mit
überdurchschnittlichen Wachstumsraten und großen Devisenreserven", sagte
die Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp (FDP).
Zugleich müssten
in Indonesien, China und Indien insgesamt 760 Millionen Menschen von
weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag auskommen. "Das ist mehr als die
Hälfte aller weltweit in absoluter Armut lebenden Menschen."
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